FARBE

>> Die besten Künstleracrylfarben

>> Gesundheitsgefahr ?


Was ist Acrylfarbe

Im Jahre 1934 wurde von der BASF die erste wässrige Acrylharzdispersion vorgestellt. Nach dem Krieg begann recht schnell der Siegeszug der Acrylfarbe, erst in den 1950er Jahren in den USA und dann in den frühen 60er Jahren auch in Europa. Den auf der Basis von polymerischen Acrylsäureestern hergestellten Acrylharze werden Pigmente und Wasser beigemischt, und so entsteht die uns bekannte Acrylfarbe, die nach dem Verdunsten des Wassers zu einem festen und elastischen Film aushärtet. Die meisten Acrylharze sind milchig weiß und werden erst nach dem Trocknen transparent. Daher werden Acrylfarben nach dem Trocknen dunkler. Für hochwertige Künstlerfarben werden heute aber auch wasserhelle Acrylharze verwendet, dadurch bleiben die Farben auch nach dem Trocknen in ihrem ursprünglichen Ton erhalten. Acrylfarbe besteht in der Regel aus Acrylharz, Wasser und Pigment. Damit die Farben nicht schimmeln und länger halten werden verschiedene Konservierungsstoffe und Additive beigemischt.



Acrylfarben bestehen aus diesen Bestandteilen

Pigmente: Es gibt organische, anorganische und Effektpigmente. Neben der Farbe sind das Deck- (Abdecken des Untergrundes) und Farbvermögen (Veränderung anderer Farbtöne) die wichtigsten Eigenschaften.
Bindemittel dienen der Verbindung der Pigmentpartikel untereinander und mit dem Untergrund. Acrylbindemittel bestehen aus Kunstharzteilchen, die sich in hoher Konzentration in einem Lösungsmittel (Wasser) befinden. Bei Verdunstung des Wassers verbinden sich die Partikel und bilden eine wasserunlösliche, elastische Schicht. Die Qualität des Bindemittels bestimmt die Eigenschaften wie Elastizität, Verdünnbarkeit und Haftung.
Lösungsmittel, in denen die Bindemittel gelöst sind. Ihr Verdunsten führt zur Aushärtung. Im Unterschied zur Ölfarbe ist es hier meist Wasser. Durch dessen Verdunstung verliert die Farbmasse geringfügig an Volumen.
Je nach Qualität (Basics – Akademie oder No-Name) werden der Acrylfarbe sogenannte Füllstoffe und Fließverbesserer beigemischt, um eine höhere Deckkraft zu erzielen und etwas Pigment zu sparen.
Konservierungsstoffe: Damit die Farben länger haltbar bleiben und nicht Schimmeln, werden verschiedene chemische Stoffe beigemischt.

Qualitätsunterschiede

Billig oder Teuer?
Es gibt schlechte und gute Qualitäten! Die Unterschiede lassen sich leider nicht immer auf den ersten Blick erkennen. So kann auch eine Akademie, Studien oder Basic Farbe durchaus für einen Hobbymaler ausreichen. Allerdings dunklen alle preiswerten Sorten sichtbar nach und lassen so eine exakte Steuerung der Kontraste kaum zu. Meistens werden aber gerade diese minderen Qualitäten von Profikünstlern benutzt, um große Formate zu bearbeiten und um die Kosten im Rahmen zu halten.
Künstler die kleine und mittlere Formate bearbeiten, bevorzugen Künstlerqualitäten, die sich besser mischen lassen, reine Pigmente beinhalten und höher Pigmentiert sind. Sie lassen sich auch schöner vermalen und beim verdünnen bleibt die Leuchtkraft erhalten. Sie dunklen auch kaum nach, weil ein teures wasserhelles Acrylat verwendet wird.

Aber weshalb gibt es solche Unterschiede in Preis und Qualität?
In Studienqualitäten sind in der Regel preiswerte Pigmente verarbeitet, das Acrylat ist milchig Weiß und wird mit bis zu 50 % mit Wasser verdünnt. Bestimmte Farbtöne, wie z. B. gebranntes Siena oder verschiedene Blau- und Rottöne werden durch Mischfarben erzeugt. Durch die Verdünnung mit Wasser fließen die Farben auseinander und können keine Strukturen bilden. Außerdem dunklen sie beim trocknen nach, sodass man den Farbton nicht wirklich steuern kann. Man bekommt in der Regel immer ein anderes Ergebnis als man im feuchten Zustand gemalt hat. Je nach Qualität werden sogenannte Füllstoffe beigemischt, um eine höhere Deckkraft zu erzielen und etwas Pigment zu sparen.
Die Künstlerqualitäten in den Tuben werden mit hochwertigen Einzelpigmenten in hoher Konzentration hergestellt. Das Acrylat ist wasserhell und dunkelt so gut wie gar nicht nach. Der Wasseranteil ist mit 15 bis 20 Prozent niedriger und aus diesem Grund werden die Farben pastos und der Pinselstrich bleibt erhalten. Sie können immer wieder zu neuen leuchtenden Farbtönen gemischt werden und trocknen etwas langsamer als die Basic- Studienqualitäten.

Warum gibt es so viele verschiedene Farbtöne?
Die meisten Hersteller bieten zwischen 60 und 80 verschiedene Farbtöne an. Sennelier auf 120 und Golden auf 100 Farbtöne. Ob man so viele verschiedene Farbtöne benötigt lasse ich mal im Raum stehen. Unsere alten Meister hatten gerade mal 8 bis 14 Farbtöne zur Verfügung. Einige sogar weniger, denn Pigmente waren teuer und wurden aufwendig hergestellt. Heute ist ja alles Chemie und in unserer Wegwerfgesellschaft darfs ja immer ein bisschen mehr sein. Ich fühle mich sehr den alten Meistern verbunden und habe lange die Malerei studiert. Weniger ist mehr! Meine Palette umfasst in der Regel 12 ausgesuchte Farbtöne, die ich untereinander gut mischen kann.
Den Wahn alles leuchtend bunter zu machen, Bilder die wie eine Neonreklame daherkommen, kann ich leider nicht nachvollziehen. Aber die Farbtöne werden gewünscht und gekauft, sonst würden sie ja nicht hergestellt werden.
Acrylfarbe ist durch ihre Zusammensetzung sowieso leuchtender als alle anderen Farben und kann bei zu viel Farbe ein Motiv erschlagen. Es tritt dann die Farbe in den Vordergrund und nicht mehr das Motiv. Durch die übertriebene Farbigkeit haftet der Acrylfarbe etwas billiges, oberflächliches an und wertet sie im Kunsthandel ab. Man kann aber mit Acrylfarbe auch sehr dezent malen und die Farben durch mischen und abdämpfen zurücknehmen.


>> Die besten Künstleracrylfarben

>> Gesundheitsgefahr ?


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken